Schon während meiner Jugend habe ich häufig mit Freunden diskutiert. Diese Diskussionen wurden meistens in meinem Zimmer im Dachgeschoss unseres kleinen Bauernhäuschens in Diersheim abgehalten und wurden mit der für Jugendliche üblichen und notwendigen Sturköpfikeit oftmals bis tief in die Nacht hinein geführt. Vielleicht gründet Sie daher, meine Selbstsicherheit, die mich immer dazu treibt, nichts als unmöglich anzusehen und Dinge auszuprobieren, auch wenn ich anfangs nicht den Hauch einer Ahnung davon habe.
Was ist das eigentlich: Selbstsicherheit?
Auf jeden Fall etwas, das vielen Leuten meiner Meinung nach fehlt, oder von dem Sie deutlich mehr haben könnten. Wo immer ich hin schaue, fast alle Verhaltensmuster bei Menschen gründen sich darauf. Manchmal komme ich mir schon vor wie Siegmund Freud, eher dafür berühmt ist, die Triebkraft vieler menschlicher Aktionen in der Sexualität zusehen - nur dass ich diese Triebkraft im fehlenden Selbstvertrauen suche.
Begegne ich z. B. einer Person, die nicht müde wird, mir deutlich zu machen, in welcher niedrigen Kaste unserer Gesellschaft ich mich befinde und wie sehr ich aufsehen muss, um das wahre Licht erkennen zu können, so will es der Schalk in meinem Nacken nicht anders wahrnehmen, als dass diese Person offensichtlich nicht genug von sich selbst überzeugt ist, und sich daher die Anerkennung bei anderen Menschen holen muss. Eine Binsenweisheit - sicherlich.
... und wenn ich wieder etwas Zeit habe, werde ich hier bestimmt noch etwas Sinnvolles hinzuschreiben... :-)